Die Satzung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Satzung des Vereins Naturprojekt Hollerberg - Initiative für Umweltschutz und Umweltbildung e.V.

Präambel
Die nachhaltige und zukunftsfähige Koexistenz von Mensch und Natur und die Frage der Ernährungssouveränität abseits von Mensch und Umwelt ausbeutenden Praktiken spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt einer intakten Umwelt. Diese Aspekte des Umweltschutzes haben seit vielen Jahren verschiedene Menschen und Menschengruppen dazu bewegt, sich auf dem einst privat erworbenen Gelände an der nordwestlichen Grenze von Greven (Flurstück 224, Flur 44) tatkräftig und finanziell für das Gärtnern nach den Prinzipien des biologischen und naturgerechtenAnbaus und für Bildungsangebote in den Bereichen Umwelt- und Wildnispädagogik zu engagieren.
Als Gruppe von umweltpolitisch aktiven Menschen setzen wir, als gegenwärtige HüterInnen dieses naturnahen Geländes, uns darüber hinaus insbesondere für den Schutz der Biotope und der Vogelschutzhecken, als auch für den sorgsamen Umgang mit dem Naturwald sowie der Förderung der Entstehung weiterer natürlicher Räume im Bereich der Bachaue ein. Diese ökologischen Zielsetzungen und das Anliegen, sie einer breiter werdenden Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sind wichtige Aspekte, die alle Beteiligten in diesem Projekt miteinander verbinden.
Zielrichtung der gemeinsamen Arbeit ist es, den Umweltschutzgedanken als solidarisch-gemeinschaftliches Modell vielen Menschen zugänglich zu machen, und Engagement in den Bereichen Umweltschutz und Umweltbildung sowie Ernährung und Ernährungssouveränität zu fördern. Die Grundlage dafür ist die Schaffung und der Erhalt von Lebens- und Erfahrungsräumen für die Entwicklung zukunftsfähiger Formen des Zusammenlebens in einer dem Umweltschutz verpflichteten Gemeinschaft.
Unsere Absicht ist es, ein nachhaltiges Modell zum gegenseitigen Nutzen und zur gegenseitigen Unterstützung für Mensch und Natur aufzubauen und durch den Erwerb gemeinschaftlicher Besitzrechte- und -pflichten (Gemeintum) für zukünftige Generationen zu erhalten.

§ 1 Name und Sitz
Der Verein führt den Namen
Naturprojekt Hollerberg – Initiative für Umweltschutz und Umweltbildung.
Er ist in das Vereinsregister eingetragen und trägt den Zusatz „e.V.“
Der Sitz des Vereins ist Greven.

§ 2 Geschäftsjahr
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3 Zweck des Vereins
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
Zweck des Vereins ist der Schutz der Umwelt, die ökologische und soziale Bildung und Beratung in den Bereichen Umweltschutz und nachhaltige Lebensweise und die Förderung solidarisch-gemeinschaftlicher und umweltbewusster Lebensformen sowie souveräner Ernährungsstrukturen.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:
die Förderung der Kreislaufwirtschaft und des Gärtnerns nach ökologischen Prinzipien sowie des Artenschutzes durch den Erhalt intakter Pflanzen- und Tiergemeinschaften und den Erhalt und Schutz von Biotopen und Brachflächen.
Die Bereitstellung von Lebens- und Erfahrungsräumen für Menschen, die das Ziel verfolgen, souveräne Ernährung mit dem Schutz der Natur in Einklang zu bringen.
Die Durchführung eigener Veranstaltungen, unter anderem Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Geländeführungen sowie Workshops zu Aspekten der nachhaltigen Lebensweise und des Umweltschutzes.
Die kostengünstige Zurverfügungstellung vereinseigener Flächen und Räumlichkeiten im Rahmen der ökologischen und sozialen Bildungsarbeit.
Der Verein pachtet zur Verfolgung dieser Zwecke das genannte Flurstück (Flurstück 224, Flur 44, Gemarkung Greven).
Zukünftig soll der Erwerb des Grundstückes eine stabile und nachhaltige Grundlage für die genannten Zwecke bilden.
Für die Erfüllung der satzungsmäßigen Zwecke sollen geeignete Mittel durch Beiträge/Umlagen, Spenden, Zuschüsse und sonstige Zuwendungen eingesetzt werden.

§ 4 Selbstlose Tätigkeit
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 Mittel des Vereins
5.1 Mittelverwendung
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
5.2 Mittelbeschaffung
Die Mittel zur Zweckverfolgung werden beschafft. Die Mittel des Vereins sind unter anderem Mitgliedsbeiträge und Zuwendungen durch Spenden. Die Aufnahme von Krediten, Darlehen, Bürgschaften oder ähnlicher Verpflichtungen bedürfen der Regelung durch die Mitgliederversammlung.

§ 6 Verbot von Begünstigungen
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 7 Mitgliedschaft
7.1 Der Verein hat ordentliche und außerordentliche Mitglieder.
7.2 Ordentliche Mitglieder können natürliche Personen sein, die sich mit den Zielen des Vereins identifizieren und sich aktiv in das Vereinsleben einbringen und sich für die Verfolgung seiner Zwecke einsetzen.
7.3 Außerordentliche Mitglieder können Fördermitglieder sein. Fördermitglieder können natürliche oder juristische Personen werden, die die Arbeiten des Vereins unterstützen.
7.4 Der Antrag auf Erwerb der Mitgliedschaft ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Dieser entscheidet über die Aufnahme; er ist nicht verpflichtet, etwaige Ablehnungsgründe bekannt zu geben.
Gegen die Ablehnung steht dem/der Bewerber/in die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.
7.5 Die Mitgliedschaft endet durch
Austritt; der Austritt muss dem Vorstand bis zum 30. September, eines jeden Jahres, schriftlich erklärt werden und kann nur zum Jahresende erfolgen.
Tod oder Auflösung der juristischen Person.
Streichung von der Mitgliederliste;
Ein Mitglied kann durch Vorstandsbeschluss von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Beitrages im Rückstand ist. In der Mahnung muss auf die bevorstehende Streichung von der Mitgliederliste hingewiesen werden. Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn seit der Absendung der zweiten Mahnung drei Monate verstrichen und die Beitragsschulden weiterhin nicht beglichen sind. Die Streichung ist dem Mitglied mitzuteilen.

Ausschluss aus dem Verein
Ein Mitglied kann durch Vorstandsbeschluss nur bei grob vereinsschädigendem Verhalten aus dem Verein ausgeschlossen werden. Ein solches Verhalten liegt insbesondere vor, bei
groben Verstößen gegen die Satzung,
groben Verstößen gegen die Interessen und das Ansehen des Vereins,
groben Verstößen gegen die Beschlüsse der Vereinsorgane (Mitgliederversammlung und Vorstand),
Wiederholung von vereinsschädigenden Verhaltensweisen trotz voran-gegangener zweimaliger Rüge.
Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich schriftlich zu rechtfertigen. Der Beschluss über den Ausschluss ist zu begründen und dem Mitglied zuzustellen. Gegen den Ausschließungsbeschluss steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die nächste Mitgliederversammlung zu. Die Berufung ist schriftlich innerhalb eines Monats nach Absendung des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand einzulegen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Ausschließungsbeschlusses folgenden Tag. Der Ausschließungsbeschluss gilt als dem Mitglied zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war. Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen des Vereins endgültig.

§ 8 Rechte und Pflichten der Mitglieder
8.1 Ordentliche Mitglieder haben Stimmrecht in der Mitgliederversammlung sowie das aktive und das passive Wahlrecht. Sie sind berechtigt Einrichtungen des Vereins sowie die Angebote des Vereins zu nutzen. Für ordentliche Mitglieder kann eine Ermäßigung für Angebote des Vereins eingeräumt werden.
8.2 Außerordentliche Mitglieder (Fördermitglieder) haben das Recht zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung und das passive Wahlrecht. Fördermitglieder haben ebenfalls die Möglichkeit die Angebote des Vereins zu nutzen und können einen Preisnachlass erhalten.
8.3 Alle Mitglieder verpflichten sich die Zwecke des Vereins und seine Interessen zu unterstützen, sich an die aufgestellten Regeln zu halten und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung zu beachten.

§ 9 Beiträge
Der Verein erhebt von seinen ordentlichen Mitgliedern sowie den Fördermitgliedern Mitgliedsbeiträge. Für die Nutzung von Einrichtungen und Angeboten des Vereins können vom Verein Gebühren erhoben werden. Einzelheiten regelt eine Beitragsordnung, die von der Mitgliederversammlung zu beschließen ist.
Zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag können weitere Leistungen anfallen. Die Erhebung von Leistungen und Umlagen sowie deren Höhe und Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung in der Beitragsordnung geregelt.

§ 10 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:
die Mitgliederversammlung
der Vorstand.

§ 11 Mitgliederversammlung
11.1 Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Wahl der Kassenprüfern/innen, Festsetzung von Beiträgen und deren Fälligkeit, Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, Beschlussfassung über eine Geschäftsordnung, Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins, Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen sowie weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.
11.2 Im ersten Quartal eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt. Eine Mitgliederversammlung kann auch aufgrund eines Vorstandsbeschlusses stattfinden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert.
Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens/der Einladungsemail folgenden Tag. Das Einladungsschreiben/die Einladungsemail gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift/ Mailadresse gerichtet war.
Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.
Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.
Die Mitgliederversammlung ist ab einer Anwesenheitsquote von zwei Dritteln der ordentlichen Mitglieder beschlussfähig. Vertretene Stimmen werden bei der Berechnung der zwei Drittel- Mehrheit als anwesend einbezogen. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden.
Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.
Zu Beginn der Mitgliederversammlung ist ein/e Schriftführer/in zu wählen.
Bei Abstimmungen entscheidet eine Mehrheit von 80% der abgegebenen Stimmen.
Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins können nur mit einer Mehrheit von 90% der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von dem/der Versammlungsleiter/in und dem/der Schriftführer/in zu unterzeichnen ist. Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt, die Niederschriften über die Mitgliederversammlung einzusehen.

§ 12 Vorstand
Der Vorstand im Sinn des § 26 BGB besteht aus dem/der 1. und 2. Vorsitzenden und dem/der Kassierer/in und kann um bis zu fünf Beisitzende erweitert werden. Der geschäftsführende Vorstand (1. und 2. Vorsitzenden und Kassierer/in) vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam.
Die Aufgaben des erweiterten Vorstandes umfassen folgende Aufgaben:
Die Unterstützung des Kassenwarts, die Unterstützung der Vorsitzenden in Sicherheitsfragen, bei der Erstellung des Jahresberichtes, bei der Öffentlichkeits-arbeit sowie beim Schriftverkehr.
Der geschäftsführende Vorstand und die Beisitzenden werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von einem Jahr gewählt.
Sitzungen des gesamten Vorstandes (bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand und den Beisitzenden) werden mit einer Frist von einer Woche einberufen, die Einladung gilt als den Vorstandsmitgliedern zugegangen, wenn sie an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift/Mailadresse gerichtet war.
Zu Beginn einer Vorstandssitzung wird ein/e Sitzungsleiter/in und ein/e Schriftführer/in gewählt, der/die die ein Protokoll über die Beschlüsse des Vorstandes anfertigt. Das Protokoll ist von dem/der Sitzungsleiter/in und dem/der Schriftführer/in zu unterzeichnen.
Für die Beschlussfassung des Vorstandes müssen zwei Drittel des geschäftsführenden Vorstandes und zwei Drittel des gesamten Vorstandes (bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand und den Beisitzenden) anwesend sein.
Vorstandsentscheidungen werden mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Vorstandsmitglieder getroffen. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden.
Vorstandsmitglieder können nur ordentliche Mitglieder des Vereins werden.
Die Wiederwahl ist zulässig.
Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

§ 13 Kassenprüfung
Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von einem Jahr eine/n oder zwei Kassenprüfer/innen.
Diese/r darf nicht Mitglied des Vorstands sein.
Wiederwahl ist zulässig. Die Kassenprüfer/innen können die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch nehmen.

§ 14 Auflösung des Vereins, Liquidatoren
14.1 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins nach Rückführung privater Leihgaben an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, die den Zweck des Vereins verfolgt. Beschlüsse der Mitgliederversammlung über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen nur nach vorheriger Zustimmung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden. Das Vereinsvermögen ist ausschließlich zu dem in § 3 dieser Satzung definierten Zweck zu verwenden.
14.2 Als Liquidatoren werden mindestens zwei Vorsitzende bestellt.
Ort, Datum